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Die Ingelheimer "Kaiserpfalz" – Vorstellungen, Grabungen, Modelle und Präsentationen


Autor: Hartmut Geißler

Das heutige Saalgebiet

Die bauliche Gestalt des heutigen Saalgebietes aus der Luft und hineinprojiziert die wichtigsten Gebäudeumrisse des Palatiums und der späteren Befestigungen (Abdruck mit freundlicher Erlaubnis von Holger Grewe):

 

Schöpflins Aufsatz von 1766 - die erste wissenschaftliche Arbeit zur "Kaiserpfalz"

Zur ausführlichen Sonderseite über Schöpflins Aufsatz

Schon im 18. Jahrhundert (1766) veröffentlichte Johann Daniel Schöpflin, Professor  in Straßburg (der Student Goethe kannte ihn), Mitbegründer und Ehrenpräsident der kurpfälzischen Akademie in Mannheim, eine ausführliche lateinische "Dissertatio" (wissenschaftliche Abhandlung) über die Geschichte und die Reste des "kaiserlichen Ingelheimer Palastes" ("De Caesareo Ingelheimensi Palatio"). Sie beruhte vorrangig auf seinen umfassenden Kenntnissen des historischen Schriftgutes und auf einem Bericht und den Skizzen einer Reisegruppe unter Führung des Akademiesekretärs Andreas Lamey, eines Schülers und engen Vertrauten Schöpflins aus Straßburger Zeiten. Im Zuge seiner vielfältigen historischen Recherchen besuchte er persönlich im September/Oktober 1764 mit (mindestens) zwei Begleitern, dem Historiker Christoph Jacob Kremer und einem Zeichner, das heutige Rheinhessen und Teile der heutigen Pfalz, darunter auch den Nieder-Ingelheimer Saal. Er ließ aufgrund der Bitten Schöpflins Skizzen anfertigen, trug seinen Reisebericht in der Mannheimer Akademie vor, sandte ihn an den Kurfürsten und anschließend an Schöpflin nach Straßburg, wo ihn dieser für seine Abhandlung im ersten Band der Mannheimer Akademie-Mitteilungen benutzte. Ein Konzept dieses Berichtes ist in Lameys Nachlass im Badischen Generallandesarchiv in Karlsruhe erhalten.

Die Kupferstichillustrationen der Abhandlung (siehe unten) zeigen u a. Abbildungen des westlichen Saalgebietes; sein südlicher Teil (rechts, mit den hohen Wehrmauern links und rechts des Rheingässer Tores, wurde von ihm als die Ruinen des Palastes bezeichnet ("Palatii rudera", gekennzeichnet mit einem zweifachen I). Damit bezog Schöpflin auch die Burgerweiterung der Stauferzeit (den Zuckerberg) in seine Vorstellung vom Palatium ein. Die anderweitig verwendeten Mauerreste der Aula regia wurde möglicherweise von Schöpflin bzw. seinen Mitarbeitern gar nicht als ehemalige große Halle aufgefasst. Dass ihr südlicher Teil (mit der Apsis) und der Zwingerstreifen damals als jüdischer Friedhof dienten, mag die Interpretation abgelenkt haben. Mit II bezeichnete er die Stiftskirche der Augustiner-Chorherren, die heutige Saalkirche, deren (ehemaliger?) ruinöser Zustand auf einer weiteren großformatigen Illustration eingefügt wurde. Mit III bezeichnete er das hohe Gebäude ganz links, die Schaffnerei der Kurpfälzer Abgabenverwaltung, das erst 1875 vom Architekten Strigler wegen eines Neubaues abgerissen wurde (s.u.).

Die zweite Abbildung zeigt eine vergrößerte Teilillustration des Wehrmauerbereichs mit dem Eingangstor.

"Rudera" - Ruinen - des Palastes bei Schöpflin
Teilansicht bei Schöpflin in Tornähe

 

Nachforschungen im 19. Jahrhundert: von Cohausen, Strigler und Clemen

Nach Schöpflin befasste sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts der preußische Offizier und Hobby-Archäologe von hohem Ansehen, der spätere Leiter der "Saalburg" im Taunus, Oberst Carl-August von Cohausen, selbst intensiv mit den noch sichtbaren Resten der Ingelheimer Pfalz und vermaß sie. Er kannte sich durch seinen Offiziersberuf mit Festungsbauten aus und unternahm als erster kleinere Sondierungsgrabungen im Gelände. Seine Erkenntnisse und Vermutungen veröffentlichte er in einem gedruckten Vortrag von 1852.

Auf ihn geht der Name "Heidesheimer Tor" zurück (siehe unten). Dass unter den Häusern, die an die östliche Wehrmauer gebaut waren, die Reste des imposanten karolingischen Halbkreisbaues lagen, ahnte er noch nicht. Durch die Verbreitung dieses Aufsatzes wurde er zum Nestor der Ingelheimer Pfalzforschung. Doch auch seine Vorstellungen vom karolingischen "Kaiserpalast" beschränkten sich auf wenige Gebäude(reste) im Westen des Saales, auf die Königshalle sowie zwei nach Norden anschließende Gebäude.

Ihm folgten der Architekt Philipp Strigler (1875) und der Kunsthistoriker Paul Clemen, der 1893 zum ersten Provinzialkonservator der preußischen Rheinprovinz ernannt wurde, mit Aufnahmen und Ausgrabungen in den Jahren 1888/89. Aber auch diese beiden konnten sich noch keine Vorstellungen vom gesamten Palast Karls des Großen machen, sondern knüpften überwiegend an die noch sichtbaren Mauerreste der Königshalle an, der heute so genannten "Aula regia", die Clemen sich damals noch dreischiffig vorstellte. Auch ihnen blieben der Nordflügel und der Halbkreisbau noch unbekannt.

Lage des "Kaiserpalastes" nach Cohausen 1852
Clemen 1890: Aufriss der Königshalle

 

Diese sehr fragmentarische Vorstellung, die man sich im 19. Jahrhundert und noch bis zum Ersten Weltkrieg vom "karolingischen Palast" machte, zeigt sich auch in der Illustration einer Schrift von Andreas Saalwächter zur Geschichte Nieder-Ingelheims von 1910 (übernächstes Bild).

Sie ist stark beeinflusst von der Abbildung aus den ersten Auflagen von Sebastian Münsters Cosmographie (nächstes Bild).


Dieser hatte allerdings ein Bild des "Keyserlichen Sals" anfertigen lassen, wie er es aus seiner eigenen Erinnerung kannte, nicht etwa ein Bild der Pfalz Karls des Großen. Denn wie die in karolingischer Zeit ausgesehen hatte, auch dass es schon einen älteren Königshof bei der Remigiuskirche gegeben hat, das alles wusste auch er nicht.

Sebastian Münster: "Ein Schloss, das man jetzunt den Ingelheimer sal nennt"


Auf der Darstellung Sebastian Münsters fußt auch die folkloristische Abbildung des "karolingischen Palastes anno 840" (dem Sterbejahr Ludwigs des Frommen) aus dem Jahre 1910, die damals mehrfach verwendet wurde. Am linken Bildrand wurde - ähnlich wie bei dem bekannten Bild Dürers - Karl mit Vollbart und der späteren Reichskrone dargestellt, umgeben - für Ingelheim passend - mit Weinranken. Um den Hals trägt er sein Monogramm als Medaillon. Nun ja. Rechts unten ragt die Krone des Großherzogtums Hessen-Darmstadt ins Bild. Dieses Bild stammt aus einem Beitrag von Andreas Saalwächter für die Jubiläumsschrift des Nieder-Ingelheimer Gesangvereins Einigkeit von 1910 ("Gesangwettstreit") mit dem Titel: "Nieder-Ingelheim und seine Geschichte", die er in Gießen (auch als Sonderdruck) drucken ließ. Die Illustration wurde vom bekannten Mainzer Graphiker Clemens Kissel gestaltet. (In der Bibliotheca Carolina vorhanden).

Hier wird eine von einem gefüllten Wassergraben umgebene runde Burg auf ebener Fläche gezeigt, mit Wehrmauer, Stützmauern, Fenstern, Türmen und einer teilweisen Bebauung des Innenraums. Das war aber nicht der Palast Karls, wie wir ihn uns nach den Ausgrabungen des 20. Jahrhunderts vorstellen, die einen enormen Wissenssprung gebracht haben.

"Der karolingische Palast 840". Copyright: Hist. Verein

 

Die Ausgrabungen des 20. Jahrhunderts und ihre Modelle

Im 20. (und 21.) Jahrhundert gab es drei größere systematische Grabungskampagnen im Gebiet der Ingelheimer Pfalz. Sie führten zu völlig neuen Vorstellungen.

 

1. durch den Kunsthistoriker und Ingelheimer Ehrenbürger Christian Rauch (1909-1914)

Sie musste durch den Beginn des Ersten Weltkrieges abgebrochen werden.

Nach Vorgaben von Rauch wurde nach dem Krieg ein erstes Gipsmodell im Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz angefertigt, ohne die Türme am Halbkreisbau, aber mit der Saalkirche (ohne Chorflankentürme). Diese wurde aber, wie man jetzt sicher weiß, erst unter Otto I. in der Mitte des 10. Jahrhunderts gebaut. Fotos: Hist. Verein

Modellzeichnung der Kaiserpfalz nach Christian Rauch in BIG 11, 1960

 

 

2. durch den Archäologen Walter Sage, fortgeführt von Hermann Ament und Uta Wengenroth-Weimann (1960-1970)

Vor dem Neu- bzw. Wieder-Aufbau des Langhauses der Saalkirche (auf den ursprünglichen Fundamenten) konnten dort und an einigen anderen Stellen Sondierungsgrabungen durchgeführt werden, und zwar zum ersten Mal mit stratigraphischen Methoden. Sages Grabungsbericht wurde in FRANCIA 4 (1976) veröffentlicht. Die Langhausfundamente der heutigen Saalkirche (aus ottonischer Zeit) sind blau eingezeichnet. Frau Wengenroth-Weimann grub außerdem im alten Königssaal und auf Straßen im Saalgebiet. Ihre Ergebnisse hat sie in BIG 23, 1973 zusammengefasst.

Holger Grewe bei einer Führung durch neue Ausgrabungen

 

 

3. durch Holger Grewe (seit 1993)

Durch ihre günstige Finanzlage konnte die Stadt Ingelheim einige Häuser im Saalgebiet aufkaufen und Fördergelder vom Land und sogar von der EU waren zugesagt, so dass diese dritte und bisher größte Ausgrabung begonnen werden konnte. In sie flossen außerdem Fördergelder der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie von Boehringer Ingelheim.

Siehe: kaiserpfalz-ingelheim.de

Das aktuelle Modell und neue Präsentationen


Auf der Basis der Ausgrabungen von Holger Grewe konnte im Juli 2006 vom Historischen Verein ein neues Pfalzmodell dem Museum übergeben werden, das zum ersten Mal den Zustand der Pfalz nur um 800 n. Chr., soweit erforscht, wiedergeben soll, vor allem auch die Geländeneigung, die bei früheren Modellen völlig außer Betracht gelassen worden war. Auch dieses Modell wurde 2017 in einigen Einzelheiten geändert und ergänzt, weil die Forschung neue Erkenntnisse gebracht hat. Zudem wurde ein transportgeeignetes Zwillingsmodell für Ausstellungen an anderen Orten angefertigt.

Fotos: Geißler


Das Modell-Foto zeigt im Vordergrund links den nördlichen Teil des großen Halbkreisbaues (auch "Exedra" genannt) mit der Pfeilerhalle des sog. "Heidesheimer Tores", rechts daran anschließend den geraden Nordflügel, im Hintergrund rechts die "Aula Regia" mit Vorhalle; innen eine kleine Kapelle als Trikonchenbau (= Bau mit drei Apsiden).

Die Außentürme des Halbkreisbaues sind bis auf zwei auf der Höhe der Dachtraufe abgeschnitten, weil man nicht weiß, wie hoch sie waren und welchen Abschluss sie hatten.

Rings um das Pfalzgelände liefen schon in karolingischer Pfalz zwei Entwässerungsgräben, die das reichliche Quellwasser dieses Gebietes ableiteten und die seit dem Hochmittelalter, als die Pfalz zur Burg umgebaut wurde, stark vertieft, als Burggraben dienten.

 

 

Die Dächer waren (wie die Pfalzkapelle in Aachen und Einhards Kirche in Seligenstadt) mit Bleiplatten gedeckt, bzw. die Aula Regia mit Ziegeln alter römischer Bauweise. Links: originale römische Dachziegel - flache Tegula und gewölbter Imbrex (Römermuseum Aalen; Foto: Geißler)

 

Es standen wahrscheinlich noch mehr karolingische Gebäude im Inneren; sie sind aber - bis auf eines - bisher nicht nachweisbar. So reichen Fundamente eines Baues unter die Saalkirche, sie gehören aber zu keiner früheren Kirche. Die Saalkirche erscheint auf diesem Modell nicht, da sie nachweislich erst unter Otto I. in der Mitte des 10. Jahrhunderts gebaut wurde.

Das in der Pfeilerhalle des karolingischen Halbkreisbaues (auf dem Modellfoto oben ganz links) vorhandene Tor (siehe unten) wird seit 1852 durch den gedruckten Vortrag von Cohausens "Heidesheimer Tor" genannt.

Völlig offen ist die jeweilige Nutzungsart der vielen Räume (mindestens 12) des Halbkreisbaues und des Nordflügels. Die Häufung von Funden wertvoller Bodenbeläge (Opus sectile) im Bereich des Halbkreisbaues deutet jedoch auf einen repräsentativen Charakter dieses einzigartigen Gebäudes hin. Eine Theorie seiner Verwendung könnte aus der Beschreibung des Ablaufs karolingischer Reichsversammlungen durch den Reimser Bischof Hinkmar (9. Jh.) gewonnen werden.

Im Rahmen dieser jüngsten Ausgrabungen wurde auch die Aula regia in ihrer ganzen Dimension sichtbar gemacht, noch vorhandenes Originalmauerwerk wurde konserviert und behutsam ergänzt; die Abgrenzung zwischen originalem karolingischen Mauerwerk und späterem ist durch eingefügte Bleibänder markiert. Die Aula regia dient heute bisweilen zu Freilichtkonzerten, die Empore der Apsis als Bühne, und auf den Rasen werden Stuhlreihen gestellt.


Diese "Königshalle" (lateinisch "Aula regia" genannt) hatte die Form einer einschiffigen Basilika (griechisch "Stoa basilike") mit umlaufender Sitzbank und einer erhöhten Apsis, wahrscheinlich für einen Thron; der Rasen stellt ihren Fußboden in ursprünglicher Höhe dar; im Hintergrund die Apsis, ringsum teilweise noch originale und ergänzte Seitenmauern und im Vordergrund zwei Eingänge von der Eingangshalle her. Rechts hinten (mit Wendeltreppe) ein restaurierter Teil der spätmittelalterlichen Wehrmauer, in die auch die Außenmauer der nicht mehr benötigten Aula einbezogen und dadurch erhalten wurde.

Einige Bauteile der Pfalz sowie Funde der Grabungen sind im Ingelheimer Museum ausgestellt, z. B. Säulenschäfte und Kapitelle:

Das "Heidesheimer Tor"

Rechts: Rekonstruktionsversuch von Holger Grewe 2007

Im September 2007 konnte auch der Bereich "Heidesheimer Tor" der Öffentlichkeit übergeben werden, in dem durch archäologische Fenster Blicke auf Teile der karolingischer Exedra-Architektur ebenso ermöglicht werden wie Einblicke in die mittelalterliche und frühneuzeitliche Wehrmauerarchitektur, die darauf aufbaute, und in die Häuserbebauung seit dem 18. Jh. Ein kleines Präsentationshaus ist allen drei Bereichen gewidmet. Eines der Häuser dient als bevorzugte Außenstelle des Standesamtes für Hochzeiten.

Oben das "Heidesheimer Tor" in der Mitte des karolingischen Halbkreisbaues (um 800), als Rekonstruktionsversuch von Holger Grewe 2007. Die Höhe des Torbaues, die Höhe des Tores selbst, die Höhe der Flankentürme und ihr oberer Abschluss sind unsicher.

Darunter ein Rekonstruktionsversuch des stauferzeitlichen Zustandes um 1200, als der Halbkreisbau in Wehrarchitektur umgewandelt war, das Tor zugemauert und die Türme abgetragen worden waren (Grewe 2007). - Alle drei Abbildungen aus den Informationstafeln.

 

 

Rekonstruierter Säulengang auf der Innenseite der Exedra mit den Andeutungen der rechteckigen Pfeiler und runden Säulen


Man erkennt gut die innere Rundung des Halbkreisbaues und sieht, wie die neuzeitlichen Häuser auf erheblich höherem Niveau darüber gebaut wurden.

Außerdem erkennt man den - wahrscheinlich - dreistufigen Höhenunterschied zwischen dem Säulengang und der höher liegenden Pfeilerhalle mit einem der beiden Durchgänge zu den vorgelagerten Türmen und dem Heidesheimer Tor (im Hintergrund links). Wegen dieses Niveauunterschiedes ist die Nutzung als Einfahrt auszuschließen. Auch herein reiten konnte man hier nicht. Möglicherweise diente sie als Empfangshalle für hohe Gäste und ermöglichte die Kommunikation mit dem großen Außenbereich, wo das einfach "Volk" in Zelten (und einfachen Holzgebäuden?) übernachtete, wo Platz war für die vielen Tiere (Ochsen für die Transportwagen, Maultiere und Esel sowie für die Reitpferde der Bewaffneten). Alles dies zusammen - Menschen und Tiere - konnte bei Großveranstaltungen in die Tausende gehen.

Links: "Heidesheimer Tor" von innen; davor drei Stufen hinauf aus dem inneren Säulengang (Peristyl) in die dreischiffigen Pfeilerhalle mit dem Tor, das später, als das Gebäude in eine Wehrarchitektur umgebaut wurde, zugemauert wurde.

Die beiden schwarzen Pfeile deuten auf zwei Gesteinsfugen im unteren, noch karolingischen Mauerwerk hin, die die äußere Begrenzung des karolingisches Tores darstellen, das eine Breite von 3,30 m hatte. Über seine Höhe lassen sich keine Aussagen machen, da der obere Teil der Mauer aus späterer Zeit stammt.

 

Links davon ein noch originaler karolingischer Durchgang, der 1200 Jahre lang ununterbrochen benutzt wurde, in den einen Torflankenturm, der wie die anderen Türme von einer gemauerten Wasserleitung durchzogen war (s. u.).

 

 

 

 

 

Rechts: Wasserkanal in einem Torflankenturm

Alle Fotos: Geißler

 

 

 

Links: ein Blick durch rekonstruierte Säulen- und Pfeilerstümpfe des karolingischen Peristyls auf ein schön restauriertes Haus aus dem 18. Jahrhundert, das heute u. a. als begehrte Außenstelle des Standesamtes dient.

Links dahinter der Giebel eines Ausstellungshauses über die "Pfalz der Bürger". Beide Häuser benutzen die Wehrmauer mit Teilen der ursprünglichen Außenmauer des Halbkreisbaues als Außenmauer.

Die originalen Spannmauern des alten Säulenfundamentes liegen unmittelbar unter dem roten Ziegelstreifen, der gekieste Boden zeigt das karolingische Niveau.

 

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Gs, erstmals 01.08.05; Stand: 01.04.18