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"Bürgermeister, Rat und Gemeinde" Ober-Ingelheims im 15. Jh.

 

Autor: Hartmut Geißler

 

Dass Ober-Ingelheim schon im Spätmittelalter städtische Eigenschaften hatte, ohne Stadtrechte zu haben, zeigt ein Eintrag im Haderbuch von Ober-Ingelheim (1476-1485) vom 24. April 1479, fol. 105:

Transkribierter Originaltext (Ergänzungen in Klammern durch die Herausgeber des Haderbuches):

Jt(em) Barts Henne der burg(er)meister als vo(n) des raits und der gemeynden wegen dut 1 clage vor drühe hondert guld(e)n heiptgelt und czwey hondert guld(e)n schaden off fraůwe Madalene(n) von Fenny(n)gen Philips Plachen unß(er)n mit scheffen gesellen Hans Flachen Johan Knebeln von Kaczenelnbogen und off alleß daß / das Wilhelm selig( en) von Ockenhey(m) g(enan)nt(en) von Jngelnhey(m) und frauwe Margret Wint(er)bech(er)n sin hußfrauwe selige gelaißen haint.

Übertragung ins Neuhochdeutsche:

Henne Bart, der Bürgermeister, erhebt für Rat und Gemeinde seine 1. Klage wegen 300 Gulden Klagesumme und 200 Gulden Gerichtskosten gegen Frau Madlene von Venningen, Philipp Flach, unseren Mitschöffen, Hans Flach und Johann Knebel von Katzenelnbogen auf alles, das die verstorbenen Wilhelm von Ockenheim genannt von Ingelheim und Frau Margret Winterbecher, seine Ehefrau, hinterlassen haben.