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Die Rheinhessische Konserven-Aktien-Gesellschaft ("Kathra")

 

Autor: Hartmut Geißler
nach: Vey, Kriegsjahre, S. 404

Während des Ersten Weltkrieges gründete Adam Heiser, Obsthändler in der Mainzer Straße, die Rheinhessische Konservenfabrik für Marmeladen und Gemüse. Sie stand in der Straße "Im Kannengießer", im Osten von Nieder-Ingelheim, am Beginn der Obstanbauflächen.

Während der Hoch-Inflationsphase 1923 gab diese Fabrik ähnlich wie Boehringer Notgeld heraus.

Notgeld der Konservenfabrik. (Privat)

 

Im Jahre 1938 wurde sie von der Firma Kathreiner gekauft und fortgeführt, wovon sie den Kurznamen "die Kathra" bekam. Es arbeiteten dort vor allem Frauen, während des Kriegs auch "Fremd-" bzw. "Zwangsarbeiterinnen" aus Osteuropa. Ende der 50er Jahre stellte sie ihre Produktion ein.

Danach wurden ihre Hallen von der Baufirma Hilgert übernommen.


Gs, erstmals: 20.02.07; Stand:06.12.16