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Chemische Fabrik "Rhenania" Nieder-Ingelheim a/Rh.

 

Autor: Hartmut Geißler
nach Henn, Industrie-Entwicklung

 

 

Briefkopf der "Chemischen Fabrik Rhenania" (Privatbesitz)

Die "Chemische Fabrik Rhenania" war eine Fabrik für Teerprodukte und Dachpappe in der oberen Rheinstraße, auf Nieder-Ingelheimer Gemarkung, heute Ingelheim-West, gegründet von Dr. Walther Funcke (aus Wiesbaden), Mattar und Co. 1903. Sie war in Betrieb bis 1955, damals mit 22 Mitarbeitern. In der linken unteren Ecke sieht man ein Stück der Rheinstraße, neben dem rauchenden Schornstein im Hintergrund auf dem Westerberg den Bismarckturm.

Seine Villa hat Dr. Funcke in einem Oval in die rechte untere Ecke setzen lassen.

Die "Villa Funcke" heute, schön restauriert

Die restaurierte Villa Funcke (Foto: Geißler)

Nach Henn soll es bei der Fabrikation häufiger Brände und Explosionen gegeben haben, den spektakulärsten Brand im Jahre 1906.

Dadurch, dass Dr. Funke nach der Stilllegung seiner "Rhenania" das Werksgelände nicht an Boehringer, sondern an die "Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft" (GSG) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau verkaufte, konnte auf dem ehemaligen Werksgelände die Dietrich-Bonhoeffer-Siedlung mit der Versöhnungskirche entstehen, eine Keimzelle des neuen Stadtteils Ingelheim-West.

 

Gs, erstmals: 22.02.07; Stand: 08.12.16