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Das Kriegerdenkmal in Nieder-Ingelheim


Autor und Fotos: Hartmut Geißler




Das Denkmal in der Commerzienrat-Boehringer-Anlage nach der Restaurierung 2007, ohne das Schwert auf seiner Spitze. Im Zuge dieser Restaurierung wurde die Beschriftung so geändert, dass das Denkmal nun an die Gefallenen beider Weltkriege erinnert.

Es enthält sich jeder Art von Pathos und gibt nur Raum zum Trauern. Daher dient es jedes Jahr zur Gedenkstunde am Volkstrauertag.

Unten: Links und rechts der beiden Figuren, die an Jesus und einen Gestorbenen denken lassen, sind im Inneren Tafeln angebracht mit den im Ersten Weltkrieg 104 gefallenen und 10 vermissten Nieder-Ingelheimern (hier direkt neben die Figurengruppe montiert).

 

 

 

Vor der Figurengruppe ist eine Tafel in den Boden eingelassen, die summarisch auch an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnert.

 

Das Grundstück für die Anlage wurde der Gemeinde von der Familie Boehringer 1924 im Austausch gegen ein Grundstück zur Wohnbebauung zur ewigen Pflege übertragen.

Von der Einweihungsfeier berichtete die Ingelheimer Zeitung: (s. unten).


Und unter dem Datum vom 21. Juli 1926 ergänzte sie:

"Im Frühjahr fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Einweihung des von der Firma C. J. Boehringer erbauten und der Gemeinde zum Gedächtnis an die Gefallenen übergebenen Kriegerdenkmales statt. Gelegentlich dieser Weihe wurden Kränze mit weiß-roten (hessische Farben; Gs) und schwarz- weiß-roten Schleifen niedergelegt. Nachts darauf waren letztere zwei Schleifen entfernt worden. Es lag die Vermutung nahe, daß die Tat einen politischen Hintergrund hatte. Von seiten der Gemeinde wurde seinerzeit eine Belohnung auf die Ergreifung der Täter festgesetzt..." (Chronik, S. 117)

 

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Gs, erstmals: 09.10.07; Stand: 20.02.17